Berufsbild Forstwirt

Es ist ein Beruf, der Natur und Technik zusammen bringt. Die Forstwirte, auch Holzknechte oder Waldarbeiter, werden überall dort gebraucht, wo der Wald zuhause ist. Was zu ihrem Beruf gehört, wie man Forstwirt wird und welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt, erklärt uns Albert Rauch von der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim.

Forstwirte arbeiten sowohl in staatlichen wie auch in kommunalen und privaten Forstbetrieben. Sie können aber auch in Forstunternehmen, Nationalparkverwaltungen oder verwandten Bereichen, wie Naturschutz oder Garten- und Landschaftsbau tätig sein. Mitbringen sollte man für diesen Beruf Leistungsfähigkeit, technisches und handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit und vor allem viel Liebe zur Natur.
Das Aufgabenfeld eines Waldarbeiters erstreckt sich über alle Bereiche der Waldbewirtschaftung, von der Pflanzung bis hin zur Ernte des hiebsreifen Holzes. Er sät und pflanzt junge Bäume, hat die Wildlinge dafür vorher teilweise selbst gewonnen, er schützt die jungen Pflanzen vor Schäden, er pflegt den Wald beim Durchforsten oder Ausmähen und Asten. Bei der Holzernte fällt er die Bäume und bereitet sie zur Abfuhr vor. Dabei verwenden Forstwirte zum Teil modernste Forsttechnik: Motorsägen und -sensen, Äxte und Spacer aber auch schwere Maschinen wie Schlepper und Seilwinden.
Aufgaben in den Bereichen Waldschutz, also der Schutz des Waldes vor Schädlingen, oder Naturschutz und Landschaftspflege, wie Waldrandgestaltung oder Pflege und Schutz von Trocken- und Feuchtbiotopen, gehören auch dazu. Forstwirte bauen Hochsitze und andere jagdliche Einrichtungen, sie pflegen die Waldwege, unterstützen in der Waldpädagogik und halten forstliche Betriebsgebäude in Stand.
Die Ausbildung zum Forstwirt dauert in der Regel drei Jahre, in denen sich die Arbeit im Ausbildungsforstbetrieb mit Blöcken an der Berufsschule abwechselt. Seiteneinsteiger können ebenfalls einen Berufsabschluss erreichen, wenn sie über mehrere Jahre Tätigkeiten im Berufsbild des Forstwirts ausgeübt haben. Danach sind Weiterbildungen zum Forstwirtschaftsmeister oder zum Forsttechniker möglich, man kann sich zum Agrarwirt weiterentwickeln oder den staatlich geprüften Forstmaschinenführer ablegen. Sogar ein Hochschulstudium im forstlichen Bereich zum Bachelor oder gar Master ist möglich.

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