Vom Kern zur Rinde – Aufbau eines Baumstamms

Foto: T. Dantl

Stamm unterscheidet die Bäume von allen anderen Pflanzen. Aber so einfach er von außen betrachtet erscheinen mag, so komplex ist doch sein Innenleben. Das besteht nämlich nicht nur aus Holz, wie man vielleicht meinen könnte. Wie so ein Baumstamm aufgebaut ist, welche Schichten sich vom Kern bis zur Rinde verbergen und was sonst noch alles in diesem Teil unserer Bäume enthalten ist, erklärt uns Dr. Karl-Heinz Häberle. Er ist Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ökophysiologie der Pflanzen an der Technischen Universität München.

Aus sechs verschiedenen Zonen ist der Baumstamm aufgebaut. In der Mitte befindet sich das Mark. Dort ist das Vorratslager für die Stärke im Winter. Danach kommt das Kernholz. Das ist der stillgelegte Teil des Holzes, der aber weiter der Stabilisierung dient. Im darauf folgenden Splintholz dagegen werden noch Wasser und Nährstoffe transportiert. Kern- und Splintholz werden zusammen botanisch als Xylem bezeichnet. Dann folgt das Kambium, die Wachstumszone des Baumes. Dieses Kambium bildet nach innen neue Holzzellen und nach außen Zellen für die nächste Schicht: den Bast. Im Bast werden die Zuckerverbindungen transportiert. Ganz außen schützt die Borke den Stamm vor äußeren Einflüssen. Bast und Borke werden zusammen als Rinde bezeichnet. All diese Zonen sind durch die sogenannten Holzstrahlen verbunden. Diese Holzstrahlen transportieren Wasser und Nährstoffe quer zum Stamm. Durch diesen wirkungsvollen Aufbau des Stammes konnten die Bäume so hoch und dadurch evolutionär betrachtet so erfolgreich werden.

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